Kompetenz ist nicht genug. Gehen Sie darüber hinaus.

Gehen Sie über Kompetenz einen Schritt weiter hinaus indem Sie Ihre Gewandtheit trainieren, sprich die Fähigkeit in zwischenmenschliche Beziehungen zu treten.

Im Geschäftsleben sind Kompetenz und Gewandtheit weit nicht synonym. Kompetenz ist der Besitz von Kenntnissen über eine bestimmte Aufgabe oder einen bestimmten Gegenstand. Gewandtheit ist die laufende Demonstration der Kompetenz unabhängig davon, wie viel Zeit vergangen ist, seit die Kompetenz ursprünglich erreicht wurde.

Viele Unternehmen sehen Kompetenz als die Fähigkeit der Person eine technische Aufgabe oder Tätigkeit durchzuführen. In den meisten Fällen ist nur Kompetenz jedoch nicht genug – kompetent sein macht einen nicht unbedingt gewandt.

Betrachten wir ein Beispiel: wenn es um eine fremde Sprache geht, haben einige die Basiskompetenzen – sie verstehen was gesagt ist oder können auf Grundstufenniveau sprechen. Andererseits fehlt ihnen die Gewandtheit ein detallierteres Gespräch durchzuführen.

Das gleiche Szenario gilt für das Geschäftsleben. Nehmen wir an eine Person betritt den Bereich über der Kompetenz und Kenntnis und hinaus und muss sich mit einer anderen Person verbinden um einfühlsame zwischenmenschliche Beziehungen anzuknüpfen. Schwäche in diesem Bereich zeigt Mangel an Gewandtheit und stellt ein großes Hindernis für Erfolg dar.

Der Unterschied zwischen Kompetenz und Gewandtheit kann besonders eklatant innerhalb der zwischenmenschlichen Beziehungen sein. Jene die viele Kenntnisse im technischen Bereich haben, sind meist sehr analytisch und weniger einfühlsam in der Erkennung und angemessene Reaktion auf die Feinheiten der menschlichen Beziehungen.

Oft spiegelt ihr zwischenmenschliches Verhalten eine Unternehmenskultur, die die Bedeutung der Menschen und Kommunikationsfähigkeiten minimiert – ein großes Versäumnis, das wirkliche Folgen ergibt.

Warum ist das so? Berücksichtigen Sie, dass zwischenmenschliche Beziehungen die Unternehmensergebnisse beeinflussen. Die, die geschickter in zwischenmenschlichen Beziehungen sind, sind bewusster und mehr einfühlsam in ihrer Kommunikation während Verhandlungen und Transaktionen. Ein solches Können ist das klassische Beispiel für den Unterschied zwischen Gewandtheit und Kompetenz.

Gewandtheit und Technologie

Software Unterstützungsinstrumente zur Geschäftsentwicklung wie Team Visibility, Playbook and Mobile PC Game Planning wurden entwickelt um Geschäftsgewandtheit zu erreichen. Die Instrumente sind ausgefeilt genug um die Variablen, die in den zwischenmenschlichen Beziehungen entstehen, zu beachten. Das Ziel ist den Usern zu ermöglichen, dass sie ihr Verhalten an die anpassen, die sie überzeugen wollen – ein Thema, das in der Kompetenz-Technologie nicht enthalten ist, welche seit über zwei Jahrzehnten relativ unverändert bleibt.

Mit der Hilfe von Handgeräten können die Lerner Bedürfnisse und Kommunikationsstile bestimmen, die für eine angemessene Reaktion nötig sind. Diese Unterstützungsinstrumente sind programmiert Ratschläge über Erkennung und Anwendung der Sprache des anderen zu geben, basierend auf Inputs aus den User-Bemerkungen, alle erreichbar in nur wenigen Sekunden. So eine Fähigkeit kann eine unmittelbare Hilfe für diejenigen sein, die zwischenmenschliche Beziehungen nie als relevant für ihren Beruf erachtetet haben.

Gewandtheit hat noch einen anderen beträchtlichen Wert: ihre mögliche Auswirkung auf das HR-Management. Einbeziehung der zwischenmenschlichen Kommunikationsgewandtheit in die HR-Verantwortlichkeiten kann Abteilungen ein stärkeres Mitspracherecht bei den Unternehmensentscheidungen geben – besonders wenn die finanziellen Ergebnisse der Gewandtheit klar sichtbar werden.

Statt ihrer traditionellen Rolle als Kostenstelle, bietet die Kapitalrendite der Gewandtheit das Potential in eine Profitstelle überzugehen, eine Möglichkeit die Finanzleitern garantiert auffallen wird. Organisationen, die über die traditionelle Kompetenz hinausgehen und sich in die Richtung von Gewandtheit der zwischenmenschlichen Kommunikation wenden, finden einen Wettbewerbsvorteil in Vertrauensbildung und Überzeugung. Es liegt an dem CLO (Chief Learning Officer) die wachsende Bedeutung der Gewandtheit zu betonen.

Von Jon Gornstein, Gründer und Vorsitzender von Persona Global